Brand der Photovoltaikanlage auf Gut Perdöl

Am Sonntag dem 23. April wurde die Einsatzabteilung der Feuerwehr Belau um 10:28 alarmiert. Die Photovoltaikanlage auf einem Hallendach auf dem Gut Perdöl brannte. Vermutlich durch einen Kurzschluss standen Kabel nebst Isolierung in Flammen. Die schnell eintreffenden Wehren aus Belau, Kalübbe und Wankendorf standen vor dem Problem, dass sich die Brandherde zwischen den Solarmodulen und dem Blechdach befanden. Die Anlage produzierte bei Sonnenschein weiterhin Strom und speiste ihn in die Leitungen ein, wodurch die Flammen immer wieder entfacht wurden. Die Brandherde befanden sich also nicht, wie sonst üblich, am Stromverbraucher und konnten einfach abgeklemmt werden, sondern dicht am Stromproduzenten. Gefahr ging für die Einsatzkräfte daher im besonderen Maße neben den normalen Gefahren eines Löscheinsatzes von der Elektrizität aus. Neben der Solaranlage befand sich ferner ein Silo mit ölhaltigem Raps. Es musste unbedingt verhindert werden, dass die Flammen durch die Zwischendecke in das Silo gelangten. An einem Sonntag waren Fachberater der Energieversorger oder des Herstellers nicht greifbar, sodass erst nach einiger Zeit durch Fachkräfte aus den beteiligten Wehren und eines örtlichen Handwerksbetriebes die Module von dem Netz getrennt werden konnten. Um 13:00 Uhr verließ das letzte Einsatzfahrzeug das Gutsgelände, nachdem das eingesetzte Gerät getauscht und verstaut war. Unterstützt wurden die Wehren von Einsatzkräften der Polizei und des Rettungsdienstes.

 

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Pressewart FF Belau